Webblogs – Fakten, Geschichte, Arten & Erwerbsmöglichkeit

Frank Fechner 06. Juli 2009 | No Comments | Posted in Allgemein, Online Reputation

Webblog: Was ist das?
Webblog ist eine englische Wortkreutzung aus World Wide Web und Log, für Logbuch. Ein Webblog ist eine geführte, meist öffentliche Webite, auf welcher der Herausgeber (Blogger) über Aspekte des eigenen Lebens, Meinungen zu spezifischen Themen oder auch Kommentare
schreibt. Diskussionen der Leser zu den Artikeln sind häufig zulässig.
Die Begriffe „Blog“, „Blogger“, „Bloggerin“ und „Bloggen“ haben in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden und sind in Duden eingetragen.

Arten von Webblogs:
1. Blogs von Privatpersonen
2. Blogs von Unternehmen (Corporate Blogs)
3. Themenblogs

Geschichte:
Die ersten Weblogs erschienen Mitte der 90er Jahre und wurden Online-Tagebücher genannt. Die ersten deutschsprachigen Weblogs waren Robert Brauns Weblog, Moving Target und die Cybertagebücher, die später dann von Aktion Sorgenkind übernommen wurden. 1996 erschienen die ersten Blogerstellungsservices wie Xanga, welche den Internetnutzern auf einfache Weise das Erstellen eines eigenen Weblogs ermöglichten. Xanga wuchs von 100 Blogs im Jahr 1997 auf 20 Millionen im Jahr 2005. Seit einigen Jahren werden Blogs auch geschäftlich, in sogenannten Corporate Blogs oder Unternehmensblogs genutzt. Der amerikanische Wörterbuchverlag Merriam-Webster wählte die Kurzform „Blog“ sogar zum Wort des Jahres 2004.
In Deutschland betreiben laut Technik-Analyse 8,4 % der Internetnutzer ein eigenen Blog!
Gründe um einen Blog zu betreiben:
Es gibt viele Gründe warum Personen einen Blog betreiben. Meist wird ein Blog als Medium zum Austausch von Informationen, Gedanken, Erfahrungen und zur Kommunikation benutzt. Einfach ausgedrückt ähnelt ein Blog einer Internet-Zeitung oder einfach nur einem Forum.

Der Kommunikationswissenschaftler Jan Schmidt hat sich 2006 mit Weblogs systematisch befasst und eine Umfrage durchgeführt, warum Menschen bloggen.

bild1 

 70 % der befragten Blogger geben Ihre Identität, oder zumindest Hinweise auf ihre Identität preis. Nur 30 % bleiben lieber anonym.
Kommentare lassen fast aller Blogger zu, 22 % aber nur nach vorheriger Kontrolle.

Ebenfalls interessant ist, warum Ex-Blogger ihren Blog eingestellt haben:

bild2

Wie baut man einen Blog auf?

Einträge:
Einträge (Postings,Posts ) sind die Hauptbestandteile eines Weblogs, diese sind
umgekehrt chronologisch aufgelistet.

Permalinks:
Jeder Eintrag, bei manchen Weblog-Systemen auch jeder Kommentar, besitzt eine eindeutige und sich nicht verändernde, permanente Webadresse. So können andere Nutzer oder andere Blogs direkt einzelne Texte anstatt des gesamten Weblogs verlinken.

Kommentare:
Über Kommentare hat man die Möglichkeit seine eigene Meinung zu einem Eintrag zu veröffentlichen. Diese stehen auf der gleichen Seite wie der Eintrag selbst oder werden als Pop-up angezeigt. Kommentare können sofort angezeigt werden oder moderiert werden, d. h. diese werden vom Inhaber des Blogs geprüft und dann freigeschaltet.

Trackback:
Wenn der Blogger A einen Beitrag von Blogger B verlinkt, wird dies über die Trackback-Funktion automatisch auf der verlinkten Seite angezeigt. So weiß der verlinkte Blogger B oder einer seiner Leser, dass ein anderer Blogger auf diesen Beitrag verwiesen hat.

Feed:
Ein Feed enthält die Inhalte eines Weblogs in vereinheitlichter Form. Ein RSS-Feed kann mittels Feedreader von einem interessierten Leser abonniert werden. Mit dem Feedreader kann der Leser erkennen, dass es im abonnierten Weblog neue Beiträge gibt.

Blogroll:
Eine Blogroll (Blogrolle) ist eine für den Leser öffentliche Linksammlung zu anderen Weblogs. Diese Linkliste ist auf dem Weblog sichtbar platziert. Manche Blogrolls bestehen einfach aus einer Liste von Blogs, die der Autor selbst liest.

Blog-Aktionen:
Auf Blogs werden diverse Aktionen durchgeführt, die dem Informationsaustausch dienen, so läßt sich der Bekanntheitsgrad eines Blogs steigern.

Wie kann man über einen Blog Geld verdienen:

Es gibt genügend Beispiele dafür, dass es möglich ist, mit einem Blog Geld zu verdienen. Blogger bauen, im Gegensatz zu einer Websites mit Links, mit der Zeit ein gewisses Vertrauen bei Lesern auf. Bei einem Blog läuft alles auf die Verbindung zu den Lesern hinaus und welchen Namen sich der Blog mit der Zeit erarbeiten kann. Über Nacht Geld zu verdienen ist nicht möglich! Blogger müssen über Monate oder sogar Jahre dran bleiben. Daher ist es natürlich ebenso wichtig, dass man Spaß an dem Blog-Thema hat und dass man sich damit auskennt. Gerade Blogs leben von der persönlichen Ebene und den Erfahrungen die man mit den Lesern teilt. Schafft man es, seinem Blog einen ganz eigenen Charakter zu geben, muss man auch wenig Angst vor der Konkurrenz haben.

Doch wie kann man nun genau über einen Blog Geld verdienen?

Pay per Click:
Am bekanntesten ist hier sicher Google AdSense. Contextanhängige Pay per Klick Anzeigen sind sehr einfach einzubauen, zudem optimieren diese sich selbst anhand des umgebenden Textes. Diese Einnahmequelle eignet sich besonders für Einsteiger, die schon über etwas Traffic verfügen.

Bezahlte Posts:
Bei Bloggern recht beliebt sind die bezahlten Artikel. Man schreibt also einen Blogbeitrag über ein bestimmtes Themen oder z.B. über eine bestimmte Website und wird dafür bezahlt.

Linkverkauf:
Von Google wird der Linkverkauf nicht so gern gesehen. Schließlich basiert das Google Ranking zu wesentlichen Teilen auf den Backlinks einer Website. Hier möchte man natürlich nur ehrlich gesetzte Links einbeziehen.

Werbebanner:
Werbebanner funktionieren in der Regel nach der TKP-Abrechnung. Man bekommt also pro 1.000 Einblendungen einen Betrag X. Dieser Betrag ist Verhandlungssache und richtet sich meist nach Angebot und Nachfrage.

Eigene Produkte verkaufen:
Hat man sich einen Namen gemacht und gilt man idealerweise als Experte in einem bestimmten Themengebiet und kann auch an den Verkauf eigener Produkte denken.

Dienstleistungen:
Nicht jeder Blog eignet sich für direkte Einnahmen. Viele Blogger generieren aber sehr gute indirekte Einnahmen, da sie durch Ihren Blog zum Beispiel an Consulting-Aufträge herankommen oder andere Dienstleistungen anbieten.

kostenpflichtige Inhalte:
Membership-Sites sind in Deutschland noch eher die Ausnahme. In anderen Ländern gibt es dagegen viele Beispiele für kostenpflichtige Inhalte, die gut angenommen werden.

Blog verkaufen:
Zu guter letzt besteht natürlich auch die Möglichkeit einen Blog aufzubauen, um ihn dann zu verkaufen. Oder man kauft einen existierenden Blog, um ihn dann zu verbessern und gewinnbringend zu verkaufen.

Hier noch ein paar Beispiele für 5 berühmte Blogger:

Robert Basic vom Basic Thinking Blog  http://www.basicthinking.de/blog/

Stefan Niggemeier vom BildBlog http://www.bildblog.de/

René Walter von Die Fünf Filmfreunde http://www.fuenf-filmfreunde.de/

Sascha Lobo von Riesenmaschine http://www.riesenmaschine.de/

Johnny Häusler von Spreeblick http://www.spreeblick.de/

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