Status und Erfolg im Internet demonstrieren (mit Video!)
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Schon seit Anbeginn des Seins ging es darum Status und Erfolg zu demonstrieren um Ansehen und damit Macht zu gewinnen. Wer das Sagen hat, bestimmt wo es langgeht. Dieser Vorgang ist an vielen Dingen im alltäglichen Leben zu erkennen, beispielsweise durch Zusatz eines akademischen oder adeligen Titels als Namenszusatz. Dies erhebt einen Anspruch auf Respekt und Anerkennung beim “gemeinen”, unbetitelten Volk, die derartiges nicht vorweisen können. Die Konsequenz: Ohne Umschweife zu machen ordnet sich jeder unter.
Zugegeben, heutzutage schwindet die Wirkung der klassischen Statussymbole, neue treten hervor: Wer hat das schnellste Auto? Die teuerste Uhr? Den schönsten Rasen? Wer eins hat, kann es sich also leisten, und wer soviel Geld verdient, der muss schon was können, denkt man sich. Mit dem Internet kam die zweite Identität, die virtuelle. Seit man als Person digital auftreten kann, sucht der Mensch automatisch auch für seine Parallelexistenz nach Anerkennung und Status. Doch wie kann dies erreicht werden?
Viele Menschen treten mittlerweile in Online-Kontaktnetzwerken auf. Anhand eines eigenen Accounts kann hier der virtuelle Internetauftritt gestaltet werden, wobei natürlich jeder darauf bedacht ist, ein möglichst positives Bild von sich zu zeigen, da längst schon bekannt ist, dass auch der (zukünftige) Arbeitgeber diese Plattformen nach Informationen durchforstet. Dabei sollen ein breites Spektrum an Kontakten oder förderliches Bildmaterial den realen Status des Individuums bezeugen und somit für Eindruck sorgen. Im echten Leben ist es nicht unmöglich, auf einen Blick das Ansehen einer Person festzustellen, im Internet wird mit dem breiten Bekanntschaftsgrad ein Statussymbol erschaffen.
Doch auch anderweitig kann man im Internet auftreten, beispielsweise durch das kompetente Kommentieren oder Erstellen von Beiträgen und Artikeln, welche von einer Vielzahl von Lesern bemerkt und auch gelesen werden können. Somit steigt das Ansehen, man macht sich einen Namen. Auch das eigene Abschneiden unter den google-Treffern gilt als ansehensfördend.
Doch nicht nur Einzelpersonen schaffen sich einen Internetauftritt, auch Clubs und Vereine, Zusammenschlüsse von Interessensgemeinschaften wollen durch eine eigen Homepage erreichbar sein. Auch hier wird der eigene Erfolg gepriesen um den Status zu verbessern. Sinnbild hierfür ist die obligatorische Besucherzählmaschine, die vorweisen soll, wie viel Aufmerksamkeit die eigene Sache bereits erzeugt hat.
Es existieren auch schon Unternehmen, die sich dieser Selbstschmückung angenommen haben und ihre Hilfe anbieten. Status und Erfolg finden Sie auf Ihrer neuen Homepage.
Doch mittlerweile gibt es auch die andere Seite der Medaille: Viele pflegen dermaßen mit ihren digitalen Statussymbolen zu protzen, dass es schlichtweg zu viel wird. Die Rheinzeitung schreibt hierzu in ihrem Artikel folgendes: “Statussymbole sind Stolperfallen. „Man muss damit schon umgehen können”, sagt Klose. Wichtig ist deshalb zu wissen, wann welches Statussymbol unter Umständen nicht mehr angesagt ist.”
von Carsten Hey, Thorsten Gäde und Joachim Rudolph

09. März 2009
Cooles Video!!!
22. März 2009
Gutes Video, echt originelle Idee und gute Umsetzng des Themas.
Pass gut zum Thema und trifft den Nagel auf den Kopf.
Gefällt mir.