Privatsphäre mit Instant Messenger am Beispiel ICQ

Alexander Preda 04. Februar 2009 | 1 Comment | Posted in Online Sicherheit

Hier haben wir untersucht, welche Informationen beim “harmlosen Chatten” übertragen werden, und wie diese genutzt werden können:

Bereits beim starten der Software kommuniziert der Messenger fleißig. So wird wie erwartet Benutzername und Passwort des Logins übertragen.

Wer meint, dass “Schnatterinchen” dannach still ist, hat weit gefehlt. Es muss natürlich abgeglichen werden, wer von den Kontakten online ist. Dazu wird das Adressbuch übermittelt. Wer ICQ nutzt, weiss, dass zu jedem Contact Profilinformationen lokal gespeichert werden können, so z.B. der Name unter dem der ICQ-Contact in deiner Liste erscheint. Wenn man jetzt meint, dass man ja nichts bei der Anmeldung in die ICQ-Formulare an privaten Daten eingetippt hat, dann ist es die halbe Miete. Jeder bei dem man in der ICQ-Liste steht, überträgt bei dem besagten Abgleich alle Informationen, die er über euch gespeichert hat an den ICQ-Server – und zwar völlig unnötig, denn die reine ICQ-Nummer wäre völlig ausreichend, um den Onlinestatus festzustellen. Weiterhin ermittelt ICQ aus dem Verhalten im Netz ein “geschätztes Alter und ein geschätztes Geshlecht”. Welche Kritereien da genau wie bewertet weden, wird in der Untersuchung nicht eindeutig klar, jedoch werden diese Angaben ebenfalls beim Login übertragen. Die Kleinigkeit, dass die Kommunikation völlig offen über die Leitung geht und problemlos abgefangen werden kann, kann da auch nicht stärker schocken. Dazu aber mehr bei der “ICQ-Toolbar”. Wer Spass oder Langeweile hat sollte sich mal die AGB’s von ICQ durchlesen – man stellt fest, dass sich ICQ das Recht sichert, quasi alles mit den gesammelten Daten zu machen. Dabei wird eine trügerische Sicherheit suggeriert, indem man sich auf bereits nicht mehr gültige Datenschutzgesetze beruft, welche man einzuhalten verspricht ( wie gesagt, die sind nicht mehr gültig – also kann ein Verstoß dagegen auch nicht verfolgt werden).

Weitere Informationen findest du hier:

Privatsphäre mit Instant Messaging und Toolbars?

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Ein Kommentar “Privatsphäre mit Instant Messenger am Beispiel ICQ”

  1. Christoph

    Hab jetzt mal probiert über ICQ die IP herauszufinden (natürlich mit Absprache, sodass mir die Ziel IP schon vorher bekannt war). Hat aber nicht geklappt. “Netstat” zeigt mir für den ICQ Port (5190) eine Verbindung, die aber nicht meiner Ziel IP entspricht. “tracert” und “Ping” haben in diesem Zusammenhang auch nichts gebracht. Scheint also doch nicht so trivial und einfach zu sein oder??

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