Online-Wahlkampf über StudiVZ

Nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Vizekanzler Steinmeier haben ein so genanntes Edelprofil bei StudiVZ, ebenso alle Spitzenkandidaten der Top Fünf-Parteien sind vertreten. Ganz nach dem Vorbild des amerikanischen Präsidenten Barack Obama wird der Wahlkampf zur Bundestagswahl in diesem Jahr verstärkt über das Internet betrieben. Der US-Präsident hat im vergangenen Wahlkampf einen nicht unwesentlichen Teil seiner Wählerstimmen über das Internet gewonnen.
Um Volksstimmen zu gewinnen braucht man Volksnähe. Die Wahlen in Amerika haben gezeigt, dass die Kommunikation mit den Wählern auch online stattfinden muß. 10,4 Millionen Wahlberechtigte, davon 70% der Erst- und Jungwähler, sind im StudiVZ registriert. Bis zur Bundestagswahl stellt StudiVZ allen Spitzenkandidaten und den im Bundestag vertretenen fünf Parteien eigene Edelprofile zur Verfügung. Mit diesem selbstgestalteten Profil können die Spitzenpolitiker ihre Wähler informieren, Multimedia-Inhalte veröffentlichen und für sich werben. Die User der Plattform können ebenso Kommunikationsangebote nutzen: Sie können der Kanzlerin eine Nachricht schicken, können sich in die Liste derer eintragen, die die Kanzlerin gut finden oder sie können „gruscheln“. Gepflegt werden die Seiten von eigens dafür eingerichteten Teams der Partei-Geschäftsstellen. Der Ansturm der User auf die Seiten der Politiker ist sehr groß. Letzte Woche stieg die Zahl der User, die sich in die Liste, die Angela Merkel gut finden, auf über 8000 erhöht. Die Profile wirken meist wie eine abgespeckte Version der persönlichen Webseiten der Politiker. Wer Persönliches erfahren will, findet meist nicht mehr als Auskünfte über Lieblingsmusik, -filme und -bücher.
StudiVZ ist nur ein Beispiel für die Zahlreichen Internetaktivitäten der Politiker und deren Parteien im Wahlkampf 2009. YouTube-Channel, Profile bei Facebook, Twitter und parteieigene Communities sind weitere Eckpfeiler in diesem Wahlkampf. Die Meinungen der User, dass sich die Bundeskanzlerin und alle ihre Herausforderer in die jugendlichen Netzwerke einklinken, sind dabei höchst unterschiedlich. Nach Meinung vieler User ist die Online-Community nicht der richtige Platz, um Wahlkampf zu betreiben. Es bleibt abzuwarten wie die Online-Reputation der Politiker weiterhin angenommen wird und was sich Wahlkampfhelfer noch einfallen lassen, um über das Internet Wahlkampf zu betreiben.
Quellen: Mitteldeutsche Zeitung
Süddeutsche Zeitung

07. Mai 2009
Interessant! Da ich selbst nicht bei StudieVz und Co. angemeldet bin, war mir das neu! Aber ich muss sagen, ich finde diese Entwicklung echt bescheiden!Wenn ich das so lese frage ich mich langsam, ob wir bald auch über das Internet auf´s Klo gehen können!? Ich mein, es gibt Dinge, die gehören nicht ins Internet! Dazu zähle ich vor allem die Wahlen! Diese sollten meiner Meinung nach in den zahlreichen Wahllokalen bleiben! Wer den Weg dorthin nicht findet, der sollte das Wählen besser bleiben lassen!
05. März 2010
hi leta gute meinung hast geben.
mir hat sehr gefreut, dass Angela Merkel wieder die Waehle gewonnen hat.
Ich glaube, dass ein Sieg fuer euch die frauen ist.
Aber ist besser dass du im STUDIVZ meldest bald.
ich bin da.
Das ist meine einige moeglichkeit mit euch in verbindung zu bleiben.
Ich habe euch nicht vergessen.