Mikroformate, Google und die eigene Webseite: Einführung

Daniel Bingel 01. Juli 2010 | 2 Comments | Posted in Online Reputation, SEO

Dieser Artikel ist der erste einer dreiteiligen Serie zum Thema „Mikroformate, Google und die eigene Webseite“ und enthält eine kurze Einführung in das genannte Thema. Die Serie soll Möglichkeiten aufzeigen, wie man mit Mikroformaten das Erscheinungsbild personenbezogener Daten in den Google-Suchergebnissen optimieren kann. Dabei wird insbesondere auf die Abwendung eines Mikroformats zur semantischen Beschreibung von Personendaten und deren Einfluss auf die Google-Suchergebnisse eingegangen.

Mikroformate sind standardisierte Formate zur Auszeichnung von Daten in Webdokumenten. Sie ermöglichen die semantische Beschreibung einzelner Entitäten und deren Eigenschaften. Einige Suchmaschinen und andere Webanwendungen können die mit Mikroformaten ausgezeichneten Daten leichter identifizieren und weiterverarbeiten. Mikroformate steigern also die „Maschinenenlesbarkeit“ und somit die Qualität vorhandener Daten.

Es existieren diverse Mikroformate zur Auszeichnung spezifischer, strukturierte Webinhalte wie Rezepte oder Veranstaltungen. Das Mikroformat hCard wird für die Auszeichnung von Unternehmen, Organisationen und Orten, insbesondere aber für Personen verwendet und ist deshalb von besonderer Bedeutung für die optimierte Darstellung personenbezogener Daten. Aus diesem Grund wird im weiteren Verlauf das Format hCard näher betrachtet.

Anwendung finden Mikroformate hauptsächlich in (X)HTML-Dokumenten. Hier werden Sie mit den Attributen class, rel und rev in HTML-Tags eingefügt. Grundkenntnisse in (X)HTML sollten für das Einbinden von Mikroformaten vorhanden sein, denn bei einer richtigen Anwendung der Mikroformate verändern Sie nur die Qualität der im jeweiligen Dokument enthaltenen Daten und nicht das Erscheinungsbild des Dokuments.

Google-Suchergebnis inkl. Rich Snippet
Abbildung 1: Google-Suchergebnis mit einem Rich Snippet

Mikroformate werden bereits von vielen bekannten Onlineportalen eingesetzt. Dazu gehören u.a. Facebook, Slideshare und das Business Network Xing. Den Einsatz der Mikroformate erkennt man hier nicht nur anhand der Quelltexte, sondern auch an dem Erscheinungsbild einzelner Unterseiten der Portale in den Suchergebnissen von Google. Sucht man bei Google beispielsweise nach „Barbara Niedner“, so erhält man u.a. die drei Ergebnisse aus Abbildung 1. Hier ist deutlich zu erkennen, dass sich das Ergebnis auf Position zwei von den anderen Ergebnissen in seiner Struktur unterscheidet. Dieses enthält nämlich einen zusätzlichen Eintrag, der personenbezogenen Daten in grauer Textfarbe (grüner Pfeil) besonders hervorhebt. Dieser Eintrag wird von Google auch „Rich Snippet“ genannt. Google kann also Mikroformate identifizieren und weiterverarbeiten und bietet somit seinen Nutzern eine Möglichkeit relevante Informationen schneller aufzufinden.

Wie Sie Ihre personenbezogenen Daten in den Google-Suchergebnissen als „Rich Snippet“ ergänzen können und welches „Vokabular“ Google dazu unterstützt, erfahren Sie im zweiten Teil der Serie.

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2 Kommentare “Mikroformate, Google und die eigene Webseite: Einführung”

  1. Swen

    Tolle Zusammenfassung! alles knapp und gut erklärt

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