Datenschutz- Wie kann ich mich schützen?

m 12. Februar 2009 | 1 Comment | Posted in Allgemein

Soziale Netzwerke sprechen an. Ob jung ob alt, ob Freunde, Bekannte, Kollegen oder Mitschüler. Fast alle sind auf den verschiedenen Online-Netzwerken zu finden. Doch oftmals nicht nur das. Neben Hobbys, Musikgeschmack und Job lassen sich häufig ganze Lebensläufe finden. Ein wahres Datenparadies. Aber jeder sollte genau überlegen was und wie viel er von sich preisgibt. Zehn Tipps zum „Selbstschutz“.

1. „Weniger ist oftmals mehr.“ Gebt nur Daten, Fotos oder Videos von euch und euren Freunden preis, die du theoretisch allen Internet-Nutzern mitteilen würdest – also auch den Leuten, die du nicht magst, allen Kollegen und dem Chef. Das Internet ist wie eine große Pinnwand in der Kantine ihrer Firma oder an der Uni. Die kuschelige Atmosphäre und die vertraute Ansprache mit “Du” täuschen: StudiVZ und Co. sind kein geschlossener Verein. Dort kann jeder Mitglied werden, ohne Eingangskontrolle.
2. „Lügen haben nicht immer kurze Beine.“ Statt deines Namens kannst du dich auch mit Pseudonymen und einem verfremdeten, oder einem Scherz-Foto auf einer Plattform anmelden.
3. „Schutz der Privatsphäre.“ Jede Plattform bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre. Lies dich ein und wähle den gewünschten Schutzgrad, denn Vorsicht: die Grundeinstellung der Anbieter erweist sich in den wenigsten Fällen als die sicherste. Wer nicht mit allen Profildaten bei Google und Co. sichtbar sein möchte, sollte sein “öffentliches Profil” möglichst stark abschotten. Darunter versteht man die für Suchmaschinen sichtbaren persönlichen Daten in einem sozialen Netzwerk.
4. „Achtung Werber.“ Soziale Netzwerke sind Unternehmen, die selten Gebühren nehmen und daher auf Werbung angewiesen sind. Das einzige Kapital sind die Profildaten der Nutzer, die sich verkaufen lassen. Wenn du dein Profil mit “Schrottinformationen” fütterst, kannst du zielgerichtete Werbung vermeiden.
5. „Ein Netzwerk-eine Rolle.“ Für jede Plattform solltest du dich auf eine bestimmte Rolle festlegen, etwa “Student” bei StudiVZ oder “Angestellter” bei Xing. Entsprechend sollten nur die Daten eingegeben werden, die zu der entsprechenden Rolle passen. Wer gerne Musik macht, kann sich darüber bei Myspace ausbreiten, den Lebenslauf sollte man nur bei Xing hochladen.
6. „E-Mail wechsel dich.“ Benutze nie die gleiche E-Mail-Adresse zur Anmeldung bei diversen Netzwerken. Denn bei Myspace, Facebook und Lokalisten lassen sich Nutzer auch anhand ihrer E-Mail-Adresse finden. Verwendet man die betreffende Adresse auch für Einträge in Blogs oder Foren, lassen sich zunächst anonyme Nutzer damit einem Realnamen zuordnen.
7. „Das Netz-grenzenloses Gedächtnis.“ Das Netz vergisst nicht. Lies immer die AGB´s der Anbieter und erkundige dich, ob du deine Daten beim Verlassen der Plattform vollständig löschen kannst. Falls nicht, kannst du immer wieder von Suchmaschinen gefunden werden.
8.“Auch fremde Spuren führen zu dir!“ Datenspuren können auch von andern gelegt werden: Wenn ein Foto bei StudiVZ mit deinem Namen markiert wird, weil du auf dem Bild zu sehen bist, tauchst du damit ungefragt und ohne eigenes Zutun in Resultaten von Suchmaschinen auf.
9. „Google dich selbst.“ Prüfe, was über dich im Netz zu sehen ist.
10. „Wirf ein Auge auf deine Kinder.“ Plattformen wie SchülerVZ, Facebook oder Myspace und Co. wenden sich auch an Minderjährige. Daher achte stets darauf was deine Kinder von sich preisgeben. Fälle aus der Vergangenheit zeigen, dass gerade Kinder und Jugendliche großen Gefahren im Netz ausgesetzt sein können.

Quelle: Stern online

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